Trend Freie Trauung: Vorteile und Ablauf

Trend Freie Trauung: Vorteile und Ablauf
Eine freie Trauuung ist eine tolle Alternative. Foto: istockphoto.com/saiva
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  • Beitrag veröffentlicht:11. April 2021
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Der Trend der freien Trauungen ist seit einigen Jahren nun auch in Deutschland angekommen und steigt jährlich. Verständlich, denn es ist einfach eine tolle Alternative zur doch sehr traditionsreichen kirchlichen Trauung oder dem eher bürokratischen Akt des Standesamtes.

Das Einzige was es jedoch zu beachten gilt: Wenn ihr vor dem Gesetz verheiratet sein möchtet, steht euch immer auch der Gang aufs Standesamt bevor. Eine freie Trauung ersetzt keine standesamtliche Trauung! (mehr zur standesamtlichen Trauung, erfahrt ihr hier)

Warum eine freie Trauung sich dennoch immer größerer Beliebtheit erfreut möchte ich euch heute vorstellen.

Erfahrt näheres zu den Vorteilen und einem möglichen Ablauf einer freien Trauung und entscheidet selbst ob diese Art von Zeremonie vielleicht auch was für eure Traumhochzeit sein kann.

Die Vorteile einer freien Trauung

1) Für jedermann

Für eine freie Trauung ist es völlig egal welcher Konfession ihr angehört, ob ihr schon einmal kirchlich verheiratet wart oder ob ihr in eine gleichgeschlechtliche Beziehung führt – jeder kann sich frei trauen lassen!

2) Eure Vorstellungen & Wünsche

Bei einer freien Trauung habt ihr die Möglichkeit, eure Trauung genauso zu zelebrieren, wie ihr wollt oder es euch schon immer vorgestellt habt. Denn das Schöne an einer freien Trauung ist, dass sie völlig frei von Regeln und Vorgaben ist.

3.) Frei im wo: die Ortswahl

So habt ihr bereits die freie Wahl, wo eure Trauzeremonie stattfinden soll. Den Ort für eine freie Trauung könnt ihr ganz nach euren Wünschen und Vorstellungen oder vielleicht passend zu eurem Hochzeitsmotto entsprechend wählen.

Oft finden freie Trauungen zum Beispiel im Grünen statt, auf einer schönen Blumen- oder Obstwiese, in einem tollen Garten oder nah bei den Weinbergen. Wer das Wasser liebt kann seine freie Trauung an einem romantischen Seeufer oder mit Blick auf einen Fluss ausrichten. Wer es etwas märchenhafter mag, kann sich das Eheversprechen auch in einem Schloss oder auf einer Burg geben.

Bei der Wahl des Ortes gibt es wirklich keinerlei  Einschränkungen.

Freie Trauung am Wasser
Bei der Wahl des Ortes gibt es keinerlei Einschränkungen bei einer freien Trauung. ©Jonathan Borba on Unsplah

4.) Frei im wann: die Zeit

Auch beim wann seit ihr völlig frei. Eure freie Trauung kann klassischerweise ein Samstagnachmittag sein – muss es aber nicht.

Ihr wollt morgens heiraten und danach mit euren Gästen einfach nur gemütlich brunchen? Oder ihr wollt euch im Sonnenuntergang das Ja-Wort geben – dann macht das. Euch muss es gefallen, es ist euer einzigartiger Moment.

5.) Frei im wie: der Ablauf

Da ihr völlig frei von Regeln und Vorgaben seid, entscheidet ihr auch selbst wie ihr die Zeremonie gestalten möchtet:  wie euer Eheversprechen aussieht, welche Rituale und Bräuche ihr einbinden möchtet, welche Musik euch und die Zeremonie begleitet.

Freie Trauungen dürfen so unterschiedlich und individuell sein wie die Brautpaare selbst.

Gemeinsam mit einem freien Trauredner, der euch durch die Trauung begleitet, gestaltet ihr dies im Vorfeld in verschieden Gesprächen.

Möglicher Ablauf

Trotz aller Freiheiten, folgt auch eine freie Trauung im Ablauf meist einer gewissen Struktur und dauert meist ca. 45-max. 60 Minuten.  

Die nachfolgenden Ablaufschritte einer freien Trauung sind gängig, können aber je nach Lust und Laune gestaltet werden:

Schritt 1: Der Einzug bei der freien Trauung

Meistens beginnt auch eine freie Trauung klassisch mit dem Einzug der Braut. Denn dies schafft einen feierlichen Rahmen. Es kann aber genauso gut losgehen mit dem Einzug durch den Bräutigam, gemeinsam oder mit euren Kindern wenn ihr bereits welche habt.

Gerne wird der Einzug mit einem klassischen, emotionalen Musikstück oder eurem Lieblingslied begleitet.

Kind beim Einzug freie Trauung
Wenn ihr bereits Kinder habt, könnt ihr mit diesen bei einer freien Trauung einziehen. Die Kleinen werden stolz sein euch begleiten zu dürfen und direkt einen süßen und tollen Moment schaffen. ©Justin Clark on Unsplash

Schritt 2: Die Traurede

Die Traurede ist auch bei einer freien Trauung definitiv ein Highlight der Zeremonie. Der Trauredner lässt hier auf emotionale und oft auch lustige Weise all eure Geschichten und Erlebnisse einfließen, die ihr ihm zuvor erzählt habt.

Darum ist es auch sehr wichtig, dass ihr eurem Redner / eurer Rednerin vertraut und wirklich offen und ehrlich in den Vorgesprächen seid.

Schritt 3: Lieder

Bevor es ans „Eingemachte“ geht, lockern ein oder zwei Lieder nochmal die Stimmung und evtl. auch eure Anspannung. 

Schritt 4: Rituale zur Vorbereitung für die Trauung

Als Vorbereitung auf das Versprechen und einen möglichen Ringwechsel, kann man die Ringe durch die Gäste vorab segnen lassen. Dafür werden die Ringe an einem Band aufgefädelt und durch die Gästereihen gegeben, damit jeder seine guten Wünsche auf die Ringe übertragen kann.

Alternativ ist es möglich davor oder danach ein Hochzeitsritual einzubinden, dass das Versprechen mit einer zusätzlichen Handlung symbolisiert und bekräftigt. Gängige Rituale sind z.B. die Sandzeremonie (Braut und Bräutigam schütten abwechselnd verschiedenfarbigen Sand in ein Gefäß und symbolisieren so die Zweisamkeit die nun zu einer Einheit wird), das gemeinsame Entzünden einer Traukerze oder das gemeinsame Pflanzen von Etwas. Möglichkeiten gibt es hier zu Hauf.

Schritt 5: das Eheversprechen

Anschließend kommt dann der Kern der Zeremonie,  das Eheversprechen. Hier könnt ihr auch nochmal eine individuelle Note einfließen lassen und zum Beispiel ein selbstverfasstes Ehegelübde einander vortragen.

Eheversprechen freie Trauung
Mit einem selbverfassten Eheversprechen individualisiert ihr eure Trauzeremonie und löst definitiv ein Feuerwerk an Emotionen aus. ©istockphoto.com/Biggunsband

Schritt 6: Der Ringwechsel

Nach dem Eheversprechen kommt der Ringwechsel, natürlich nur wenn ihr das möchtet und es Sinn macht (evtl. habt ihr eure Ringe ja auch schon im Standesamt getauscht oder ihr seid schon länger verheiratet). Hier könnt ihr auch eure Kinder beispielsweise integrieren oder ihr lasst die Trauringe von eurem geliebten Haustier (z.B. eurem Hund) bringen.

Schritt 7: Platz für Wünsche von euren Gästen

Gegen Ende empfiehlt es sich noch Familien und Freunden einen kleinen Raum zum Sprechen einzuräumen. In der Kirche gibt es am Ende die sogenannten Fürbitten, bei einer freien Trauung sind das gute “Wünsche” für das Brautpaar. So fühlen sich die Gäste auch abgeholt und eingebunden.

Schritt 8: Der Auszug als Ehepaar

Nach den Wünschen folgen die Verabschiedung und der Auszug des Ehepaares. Auch hier könnt ihr ganz normal mit einem passenden Lied ausziehen, jubeln oder tanzen – wonach euch dann eben ist :).

Auszug als Ehepaar freie Trauung
Nach der freien Trauung zieht ihr als Ehepaar aus - jubelnd, tanzend, küssend wie auch imer ihr wollt. ©istockphoto.com/Rawpixel

Fazit

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel einen kleinen Einblick in die Welt der freien Trauungen geben und eine freie Trauung euch vielleicht sogar schmackhaft machen. Wie immer empfehle ich euch: hört auf euer Herz, es wird euch sagen was für euch das Richtige ist.

Solltet ihr Unterstützung bei der Organisation benötigen, meldet euch gern.

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