Hochzeit planen: die 6 wichtigsten Schritte & Tipps zum Start

Hochzeit planen: die 6 wichtigsten Schritte & Tipps zum Start
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  • Beitrag veröffentlicht:18. Oktober 2020
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Auf in‘s große Abenteuer Hochzeitsplanung!

Ihr habt euch verlobt und werdet heiraten! Völlig überglücklich wollt Ihr am liebsten gleich mit der Planung eurer Hochzeit starten, es gibt ja schließlich viel zu tun.

Doch wo und mit was beginnt man bei der Hochzeitsplanung eigentlich am besten?

Bevor Ihr euch in die konkrete Hochzeitsplanung stürzt und mit der Suche nach der geeigneten Location, nach Dienstleistern oder euren Outfits beginnt, ist es essentiell, dass Ihr euch gemeinsam erst einmal in Ruhe hinsetzt und euch Gedanken zum Rahmen eurer Hochzeit macht. Ihr müsst sozusagen erst einmal das Grundgerüst eurer Traumhochzeit definieren.

Denn das hat Einfluss auf alles weitere und ist die Basis für ein stimmiges Gesamtkonzept, bei dem am Ende alles zusammen passt.

Zum Start der Hochzeitsplanung gilt es daher in folgenden 6 Schritten einmal euer Grundgerüst zu durchdenken und festzulegen:

1.) Das Hochzeitsdatum: Wann wollt Ihr heiraten?

Vielleicht habt Ihr schon einen groben Zeitraum im Kopf oder auch ein ganz spezielles Datum, das eine Bedeutung für euch hat – sehr gut. Falls nicht, geht einfach Schritt für Schritt durch: In welchem Jahr, zu welcher Jahreszeit, in welchem Monat und schließlich an welchem Tag Ihr gerne heiraten möchtet.

Tipp: Fixiert euch allerdings nicht zu sehr auf ein spezielles Datum, bleibt flexibel und überlegt euch auf jeden Fall ein paar Alternativtermine.

Denn gerade in der Hochsaison (v.a. Samstage im Juni/Juli/Aug) oder an einem beliebten Hochzeitsdatum (wie z.B. 06.06.), sind die Dienstleister bereits lange im Voraus gebucht. So kann es schwierig werden, dass die Location und alle Dienstleister die Ihr gerne haben möchtet genau an diesem einen Tag noch für euch frei sind. Beachtet auch weltweite und örtliche Veranstaltungen und Events (wie z.B. WM, Messen, etc.); diese haben Einfluss auf Zu-/Absagen zu eurer Hochzeit, den Verkehr & Hotelkosten.

Ein Zeitraum oder mehrere Termine verschaffen Flexibilität.

Das Hochzeitsdatum
Für das Hochzeitsdatum solltet Ihr Euch auch Alternativtermine überlegen, da viele
Locations & Dienstleister lange im Voraus gebucht sind. ©Shutter B Photo/Shutterstock.com

2.) Der Stil der Hochzeit: Wie wollt Ihr heiraten?

Kommt Ihr beide vom Land oder seid gerne in der Natur? Dann wäre vielleicht eine verspielte, romantische Vintagehochzeit oder eine traditionsbewusste, rustikale Scheunenhochzeit für euch das Richtige. Oder seid Ihr eher der Stadtmensch und eure Hochzeit soll modern, flippig und urban sein? Vielleicht wollt Ihr sogar eine Mottohochzeit machen?

Der Stil der Hochzeit soll euch wiederspiegeln und muss zu 100% zu euch passen. Und ganz wichtig: nur zu euch und zu sonst gar niemand! Lasst euch hier bitte nicht von Mutti reinreden, die vielleicht Ihren heimlichen und nie verwirklichten Hochzeitstraum bei eurer Hochzeit wahr werden lassen möchte oder von der Tante, die euch erzählt wie eine tolle Hochzeit auszusehen hat. IHR ganz allein entscheidet wie es werden soll, hier geht es rein um EUREN großen Tag.

Im Rahmen der Stilfindung solltet Ihr auch entscheiden, welche Farbwelt zu euch und eurer Hochzeit passt. Denn die Hochzeitsfarben spiegeln sich später in vielem wieder: der Einladungskarte, den Blumen, der Deko, evtl. im Kleid von Brautjungfern, usw.

Grundsätzlich solltet Ihr ein bis zwei Hauptfarben auswählen und diese mit max. drei Nebenfarben (meist Nuancen der Hauptfarbe) kombinieren.

Denkt hierbei auch an eure Location, denn diese ist ebenfalls in einem bestimmten Stil und einem bestimmten Farbschema gestaltet. Für ein stimmiges Gesamtbild, sollten die Farben auch zu den Räumlichkeiten dort passen.

Tipp: An dieser Stelle möchte ich euch eine Buchempfehlung an die Hand geben (keine bezahlte Werbung!): „50 Moodboards Color Concepts for Weddings“ dient als super Inspirationsquelle für das perfekte Farbkonzept für jegliche Art von Hochzeit. Mittlerweile gibt es schon 4 Bücher, die Ihr zum Beispiel hier findet.

Moodboard Buch für Hochzeiten
Moodboardbücher sind super als Inspirationsquelle für das passende Farbkonzept eurer Hochzeit. ©andreawolfdesigns

3.) Die Trauung: Wie und wo wollt Ihr euch das Ja-Wort geben?

Einer der wichtigsten Teile eurer Hochzeit und hier gibt es heutzutage doch auch ein paar Möglichkeiten: wollt Ihr nur standesamtlich heiraten? Und/oder doch noch traditionell in der Kirche? Falls Ihr beides wollt, solltet Ihr euch überlegen, ob die standesamtliche und kirchliche Trauung am gleichen Tag stattfinden sollen oder an getrennten Terminen.

Möglicherweise habt Ihr aber auch keinen besonderen Bezug zur Kirche, dann wäre vielleicht eine freie Trauung unter freiem Himmel auf einer schönen Wiese etwas für euch? Auch hier gibt es kein richtig oder falsch, macht das was zu euch passt.

Das Einzige was Ihr beachten müsst ist, dass  die Ehe in Deutschland nur juristisch rechtskräftig ist, wenn sie standesamtlich vollzogen wurde.

Tipp: eine standesamtliche Zeremonie kann auch außerhalb der üblichen Räumlichkeiten stattfinden. Einige Standesämter haben dafür sogenannte Außenstellen an tollen Orten wie Schlösser, Leuchtturme, Museen oder an Flüssen. So habt ihr auch standesamtlich die Möglichkeit euch das Ja-Wort an einem richtig schönen und romantischen Ort zu geben. Der einzige Nachteil: die Trauung außerhalb kostet etwas mehr.

Brautpaar bei kirchlicher Trauung
Kirchliche Trauung ist heutzutage kein Muss mehr, es gibt zahlreiche Möglichkeiten. ©IVASHstudio/Shutterstock.com

4.) Die Hochzeitslocation: Wo wollt Ihr feiern?

Um die richtige Location für eure Hochzeit zu finden müsst Ihr euch auch hier wieder fragen was zu euch passt. Nur wenn Ihr eine Location wählt, die zu euch als Menschen und eurem Stil passt, fühlt Ihr euch am großen Tag auch so richtig wohl. Wenn Ihr locker, zwanglos und eher leger feiern wollt, könnte eine Scheune, ein Weingut, ein schönes Zelt, einer Wiese oder euer eigener Garten die richtige Wahl sein. Ihr mögt es gerne etwas moderner, vielleicht auch eleganter und exklusiver? Dann wäre ein romantisches Schloss, eine Villa am See, ein modernes Hotel, ein Schiff oder vielleicht ein Museum das Richtige für euch. Findet heraus wofür euer Herz schlägt.

Wenn Ihr das wisst, solltet Ihr euch noch über die Örtlichkeit an sich Gedanken machen. Wo soll die Hochzeit denn genau stattfinden? Am derzeitigen Wohnort, im Heimatort von Braut oder Bräutigam oder vielleicht an einem Ort wozu Ihr einfach einen besonderen Bezug habt? Vielleicht sogar im Ausland auf einer Finca oder am Strand?

Das einzige an das Ihr hier auch wieder denken solltet: die Kosten und eure Gäste. Wie weit ist die Anreise für diese? Welche Kosten sind damit verbunden (evtl. Flug)? Braucht Ihr Übernachtungsmöglichkeiten?

Tipp: das Thema Location solltet Ihr auf jeden Fall mit Priorität behandeln, denn oft sind diese lange im Voraus bereits gebucht und Ihr braucht etwas Zeit bis Ihr eure Traumlocation gefunden habt.

Scheunenhochzeit
Scheunenhochzeiten sind immer noch sehr im Trend. Vielleicht ist das ja auch was für euch?
©Jana Solom/Shutterstock.com

5.) Die Gäste: Mit wie vielen Gästen wollt Ihr eure Hochzeit feiern?

Eine der wichtigsten und gleichzeitig wohl oft eine der schwierigsten Fragen bei der Hochzeitsplanung:  die Gästeanzahl. Träumt Ihr von einem rauschenden Fest mit vielen Gästen? Hier solltet Ihr unbedingt auch euer Budget im Kopf haben, denn viele Gäste kosten auch viel Geld. Zudem solltet Ihr daran denken, dass diese Zahl Einfluss auf eure Locationauswahl hat. Denn jede Hochzeitslocation hat nur eine bestimmte Kapazität zur Verfügung.

Vielleicht findet Ihr aber auch eher eine kleinere Feier im engsten Familien- oder Freundeskreis schön? Das liegt wie immer bei euch.

Überlegt euch am besten als erstes, wen Ihr unbedingt dabei haben wollt. Das sind meistens die Eltern, Geschwister, Großeltern, enge Freunde, Leute mit denen Ihr besondere Geschichten und Ereignisse erlebt habt. Tante Erna, die Ihr in eurem Leben vielleicht dreimal gesehen habt und zu der Ihr auch sonst keinen Kontakt habt, muss hingegen dann vielleicht nicht unbedingt zur Hochzeit eingeladen werden. Überlegt ruhig etwas kritisch und lasst euch genug Zeit für die Zusammenstellung der Gästeliste. Die Personenanzahl kann sich während der Hochzeitsplanung natürlich noch ändern, sollte aber in Hinsicht auf euer Budget vor allem nicht drastisch nach oben gehen. Daher plant am Anfang lieber etwas großzügiger.

Tipp: Habt Ihr viele Freunde und Bekannte, die euch auch alle wichtig sind, die Anzahl die Hochzeit aber sprengen würden? Dann überlegt doch mal ob Ihr mit diesen vielleicht an einem einfacher gestalteten Polterabend zusammen feiern möchtet.  Dann kann die eigentliche Hochzeit etwas kleiner ausfallen, es ist aber niemand enttäuscht dort nicht eingeladen zu sein.

Brautpaar mit Gästen Gartenhochzeit
Überlegt euch in Ruhe wen ihr bei eurer Hochzeit als Gast dabei haben möchtet. ©Halfpoint/Shutterstock.com

6.) Das Budget: Wieviel Geld habt Ihr für eure Hochzeit zur Verfügung?

Das Budget ist ein ganz wichtiges Thema, denn oft werden die Kosten für eine Hochzeit unterschätzt. In Deutschland kostet eine Hochzeit im Durchschnitt zwischen 13.000-15.000€ (je nach Gästeanzahl natürlich). Nach oben gibt es keine Grenzen – bei einer Hochzeit kann man theoretisch wirklich viel Geld ausgeben. Setzt euch daher definitiv am Anfang ein Budget und erstellt euch einen konkreten Budgetplan.  

Oftmals ist dies eine wirkliche Herausforderung für euch, schließlich plant Ihr eine Hochzeit ja zum ersten Mal. Welche Positionen gibt es eigentlich und sollten auch berücksichtigt werden? Und  was kosten diese? Wo könnt Ihr eventuell sparen?

Um euch hier eine kleine Starthilfe an die Hand zu geben, findet Ihr hier eine Vorlage mit allen möglichen relevanten Positionen.

Setzt euch am Anfang damit hin und überlegt welche Punkte davon an eurem Tag nicht fehlen sollten oder für euch besonders wichtig sind. Das ist die Location, das sind bestimmte Dienstleister wie der DJ,  eine tolle Dekoration oder ein perfektes Essen. Mit ersten Anhaltspunkten aus dem Internet könnt Ihr dann dahinter schon einmal Zahlen schreiben und seht ganz schnell wieviel Budget Ihr grob benötigt. Die tatsächlichen Werte tragt Ihr dann ein sobald Ihr in der Hochzeitsplanung weiter seid und konkrete Angebote vorliegen habt.

Tipp:  Spart nicht an Dingen, die euch für die Ewigkeit bleiben. Das sind zum Beispiel eure Eheringe, die Ihr jeden Tag tragen oder die Hochzeitsfotos, die Ihr immer wieder anschauen werdet.

Ich hoffe euch hat dieser Artikel geholfen und Ihr konntet die 6 wichtigsten ersten Punkte klären und so euer Grundgerüst für eure Hochzeit schaffen. Damit wünsche ich euch viel Freude bei den nächsten Planungsschritten. Genießt die Zeit der Vorbereitungen und habt Spaß dabei! Und vor allem: Hört auf euer Herz und lasst euch nicht reinreden!

Unterstützung benötigt?

Wie Ihr schon jetzt merkt, gibt es eine Menge über die nachgedacht und viele Punkte die beachtet werden sollten bei der Hochzeitsplanung. Wenn Ihr einfach gar keine Zeit oder Lust habt euch mit all dem weiter ausführlich zu beschäftigen oder Ihr euch vielleicht auch unsicher fühlt und nichts falsch machen möchtet,  würde ich euch gerne die Unterstützung durch mich als Hochzeitsplanerin anbieten. Ich setze mich in einem Erstgespräch mit euch zusammen und wir widmen uns genau erst einmal diesen Fragen. Anschließend übernehme ich das Ruder der Hochzeitsplanung und wir erschaffen Schritt für Schritt nach euren Wünschen und Vorstellungen eure Traumhochzeit. Klingt gut? Dann kontaktiert mich gleich! Ich freue mich auf einen Anruf oder eine Mail!

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